Die Voraussetzung für einen korrekten Sitz ist noch mehr als im Spreiz-Sitz, ein korrekt an Pferd und Reiterin angepasster Sattel. Das klingt banal, ist aber sehr schwierig. In Amerika sagt man: "Es ist leichter den passenden Ehemann zu finden als einen passenden Damensattel". Und das, obschon es in den USA eine große Lobby für den Damensattel gibt und entsprechend viele Sättel auf dem Markt sind.

 

Die nötige Sattellänge ergibt sich aus der Länge des Beines von der Kniekehle bis zur Beckenrückseite und wird am Besten wie auf dem Foto gezeigt, ermittelt. Der Damensattel sollte mindestens so bemessen sein, wie vorher beschrieben. Dann kauft man sich zum Damensattel ein Pferd mit der entsprechenden Rückenlänge. Natürlich wird das niemand tun - aber leider scheitern viele Damen mit der Ambition zum Damensattel-Reiten an der ungenügenden Rückenlänge ihres Pferdes.

 

Das zweite Kriterium zur Wahl des passenden Sattels ist die Anbringung der Hörner. Je nach Modell verfügt der Damensattel über 2 oder 3 Hörner. Die Anbringung des oberen, festen Hornes ist von der Stärke/dem Durchmesser des Oberschenkels abhängig.

 

Schulung der Reiterin

 

Wie der vorige Absatz erahnen lässt, ist der schwerere Part, die Ausbildung der Reiterin. Diese muß locker in der Hüfte sein, entspannt im Gleichgewicht sitzen.

 

Ist der eigene Reitstil eher von festem Knieschluß und klopfender Wade geprägt, wird man sich zuallererst um eine Verfeinerung der Hilfengebung bemühen müssen. Viele Pferde gehen im Damensattel unvergleichlich leichter, entspannter und schwungvoller - weil die neue Elevin sich nicht traut, auch nur irgendetwas zu machen (auch nichts Falsches oder Maßloses).
Das sollte zu denken geben: möchte man doch mit dem Einstieg ins Damensattelreiten die damit verbundene Eleganz leben. Dies ist ein sehr guter Zeitpunkt, die bisherige Ausbildung zu überdenken, da das Reiten im Damensattel ein excellenter Prüfstein für reiterliche Fortschritte ist.