Tip des Monats Juli 2006
Schließen eines langen Pferdes im Trab
Hier geht es um den selben Knabstrupper-Wallach, der im letzten Tip vorgestellt wurde: ein sehr langes Pferd, das schnell auf die Schulter kommt und auseinander fällt. Da kein vorher-Foto von seinem Trab vorliegt, hier zur Veranschaulichung ein vorher-Galopp-Bild von ihm (Abb. 1).

Abb. 1
- Wie für den Galopp beinhaltet das Konzept die Aktivierung der Hinterhand, die Erarbeitung von Durchlässigkeit und Schulterfreiheit sowie den Aufbau von Bauch und Brustmuskeln
- Mittels Seitengängen an der Hand und unter dem Reiter, Klettern im Gelände und Zirkuslektionen lernte dieses Pferd seine Balance mittels Einsatz seiner Hinterhand zu finden
Zu Beginn wurde nur für 3-5 Trabtritte angetrabt und gleich wieder durchpariert bis der Wallach verstand, daß es nicht um Trab geht: für 3 Trabtritte lohnte es sich für ihn nicht, sich fest zu machen. In Erwartung des sofortigen Durchparierens blieb er aufmerksam und wurde durchlässig.
Diese vielen Übergänge zwischen den Gangarten sind häufig genug, um zu lösen und kurz genug, um nicht wirklich anzustrengen. Es „riecht“ für das Pferd nicht nach Arbeit und es macht entspannt dieses merkwürdige Spiel mit ;-)
Ist nun durch diese Vorübung die Oberlinie gelöst, bleibt das Pferd im Trab locker und fällt beim Schritte-Verlängern nicht gleich auseinander (siehe
Abb2.). Wenn doch, werden noch für längere Zeit die vielen Übergänge geübt.
Beim Durchparieren ist es in dieser ersten Korrekturphase wichtiger, daß das Pferd locker unter seinen zurückverlagerten Schwerpunkt tritt als daß es korrekt geschlossen hält (Abb. 3 und 4). Würde man das sofort mit korrigieren wollen, würde das Pferd wieder verspannen und man käme nicht zum Loben.
Mittlerweile steht der Wallach korrekt geschlossen und kann nach Aufforderung sich bis zur Bergziege hin zusammenschieben. Fotos davon und von seinen Halben Tritten folgen in einem Nachtrag.
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