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  Datum: 09.09.2010


 

Tip des Monats Mai 2006

Schließen eines langen Pferdes im Galopp

Der abgebildete 11 jährige Knabstrupper-Wallach ist ein gutes Beispiel für viele im Rücken sehr lange Pferde, die sehr schnell auf die Schulter kommen und "auseinanderfallen". Die Haltung von Abb. 1 möchte er auch unter dem Reiter einnehmen, was ihn schwer auf der Hand macht und ohne Rücken gehen läßt.


Abb. 1

Die Korrektur muß folgende Punkte beinhalten:

  • Aktivierung der Hinterhand
  • Erarbeitung von Durchlässigkeit und Schulterfreiheit
  • Aufbau von Bauchmuskeln

Mittels Schulterherein und Travers wurde dieses Pferd über Monate hinweg ins Gleichgewicht gebracht, gymnastiziert und gekräftigt. Viele Tempi-Wechsel und ruhige Trabarbeit in Dehnungshaltung verbesserten die Durchlässigkeit, ausgiebiges Spazierengehen und Klettern im Gelände sorgten für die nötige Muskulatur und gute Laune ;-)

Wie auf Abb. 2 zu sehen ist, kann man diese Pferde nicht „gegen den Zügel treiben“ und hoffen, daß sie im Genick nachgeben. Jede starre Handeinwirkung blockiert sofort die Hinterhand und erzeugt Gegenwehr. Die dafür angespannten Muskeln sind reeller Durchlässigkeit im Wege.


Abb. 2

Man muß diese Pferde durch verstärktes Tempo zum Unterspringen bringen und wie auf Abb. 3 im Sattel sitzend entlasten oder wie auf Abb. 4 zum Entlasten ganz aus dem Sattel gehen. Erst wenn durch diese Arbeit das Pferd die Kraft und Geschmeidigkeit für einen geschlossenen/versammelten Galopp hat, kann man die ruhigen Galopp-Sprünge verlangen. Spürt man, daß das Pferd auf die Hand kommt, sofort Tempo erhöhen und anschließend mit einer Schrittpause belohnen.


Abb. 3


Abb. 4

 
Neuester Praxistip

Der neueste Praxistip ist Karikatur der Bodenarbeit


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