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Tip des Monats Dezember 2003
Das Ausbildungskonzept (Teil 2)
Wie im Oktober angekündigt, möchte ich einen Punkt des konzeptionellen Vorgehens an einem konkreten Beispiel erklären.
Dieses Beispiel soll zeigen, wie ich erst das Verständnis für ein einzelnes Puzzlestück erarbeite und dann daraus eine konkrete für das Pferd jederzeit nachvollziehbare Lektion entwickele.

Üben der Halben Parade
Jeder wird in der schlichten Einfachheit dieser Übung auch für den Reiter die Chance erkennen, nicht mehr mit Gegensitzen und Zügelzug eine Halbe Parade geben zu müssen.
- Für einen bestimmten Zeitraum immer bei A anhalten.
- Nach wenigen Malen wird das Pferd aus Gewohnheit oder guter Absicht bei A allein anhalten wollen.
- Wenn es von allein hält, wird es korrekt selber Untertreten, das Becken abkippen und seinen Schwerpunkt zurückverlagern.
- Nun kommt der Reiter dadurch zum Sitzen und Treiben und lässt das Pferd doch nicht Halten. Das Pferd führt somit ein "halbes" Halten aus. Und das ist eine Halbe Parade.
- Die Körperhaltung des Pferdes während dieser Halben Parade befähigt es, Hilfen für eine Folgeübung durchzulassen und auszuführen.
- Erspüren Sie entspannt, was während dieser Halben Parade vom Pferd Ihrem Sitz geschieht und prägen Sie es sich ein: das sind Ihre Hilfen zur Halben Parade für genau dieses Pferd in diesem Ausbildungsstand.
- Geben Sie diese Hilfen, weil es das Pferd so ausführt – damit es das Pferd so ausführt.
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