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  Datum: 09.09.2010


 

Tip des Monats August 2003

Reiten im Zirkel

Das Reiten auf dem Zirkel ist eine anspruchsvollere Aufgabe als man denkt. Korrekt geritten birgt so ein Zirkel viele Vorteile für Pferd und Reiter.

Hilfen
Wie jeder weiß, ist ein Zirkel rund. Aber genau das ist die Schwierigkeit. Man muss genau seine 4 Zirkelpunkte ansteuern. Man sitzt minimal innen mit längerem Bein und pendelt beim wechselseitigen Treiben nur mit der inneren Wade an den Pferdebauch. Dadurch macht das Pferd mit seinem inneren Hinterbein einen größeren Schritt und biegt sich minimal nach innen. Dadurch kommt das Pferd an den äußeren Zügel, der es zu den Parade-Punkten führt. Am Parade-Punkt jeweils 3 Tritte verweilen (1. die Vorderhand kommt am Hufschlag an, 2. der Pferdebauch und die äußere Reiterwade sind auf dem Hufschlag und im 3. Schritt verlässt die Hinterhand den Hufschlag) in diesen 3 Tritten muß man oft nochmals das Pferd nach innen zur Biegung einladen und so sichergehen, dass man es mit der äußeren Hand zum nächsten Punkt führen kann statt ununterbrochen am inneren Zügel zu "lenken" denken Sie beim Zirkel-Reiten an Schulter-Hervor oder Hinterhand-Wende – also an das Begrenzen mit den äußeren Hilfen und versuchen Sie nicht, das Pferd mit den inneren Hilfen auf den Zirkel zu ziehen (siehe obiges Bild: Galopp auf dem Zirkel).

Vorteile für Pferd und Reiter
Durch die geringe aber gleichmäßige Biegung wird das Pferd kaum angestrengt und es versucht nicht, sich der Biegung zu entziehen. Auch der Reiter bleibt locker, da er nicht viele Hilfen geben muss. Beide finden also entspannt zusammen.
Das Pferd kann in einer einfachen Übung die äußere Rippenmuskulatur dehnen, sein inneres Hinterbein locker unter den Schwerpunkt bringen, sich innen hohlbiegen und den äußeren Zügel finden.
Der Reiter kann herausfinden, welcher dieser Faktoren dem Pferd Schwierigkeiten bereitet und konkret lösende Übungen zusammenstellen.
Durch Variation des Zirkels kann man die Durchlässigkeit, Geraderichtung, Schwung, Takt, Aufrichtung, Anlehnung und die Versammlung verbessern.

Variation des Zirkels
Kombination der Biegung des Zirkels mit Übergängen innerhalb der Gangart und zwischen den Gangarten: ein Viertel Tempo verstärken, ein Viertel Tempo verkürzen, ein Viertel z.B. Trab, ein Viertel Schritt.
Seitengänge auf dem Zirkel
"Durch den Zirkel wechseln" nur aus vorausgehendem Schulterherein reiten.
Zirkel verkleinern und vergrößern, normal oder im Seitengang geritten.
Nachdem der Zirkel bis zu einer Volte verkleinert wurde, eine Hinterhandwende reiten oder wenn das Pferd schon weiter ausgebildet ist, es in eine Schrittpirouette führen.
Aus der Schrittpirouette antraben oder später angaloppieren und allmählich wieder den Zirkel vergrößern.
"Aus dem Zirkel wechseln" mit oder ohne Handwechsel.

 
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Der neueste Praxistip ist Karikatur der Bodenarbeit


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